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	<title>Finanzen-fuer-Freie.de &#187; Rürup-Rente</title>
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	<description>Der kostenlose Finanzratgeber für Freelancer und Selbstständige</description>
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		<title>Rürup-Rente: Sinnvoll, aber nicht frei von Tücken</title>
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		<pubDate>Mon, 20 Oct 2008 14:53:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Altersvorsorge]]></category>
		<category><![CDATA[Rürup-Rente]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Rürup-Rente sei die ideale Vorsorgeform für Freiberufler und Selbstständige &#8211; so ist es immer wieder in den Verkaufsprospekten der Versicherungsunternehmen und auch in der Presse zu lesen. Diese Anlageform sei die einzige Möglichkeit für Selbstständige, um mit staatlicher Förderung Kapital für die Altersvorsorge zu bilden, so die Begründung. Allerdings ist dieses Argument mit vielen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Rürup-Rente sei die ideale Vorsorgeform für Freiberufler und Selbstständige &#8211; so ist es immer wieder in den Verkaufsprospekten der Versicherungsunternehmen und auch in der Presse zu lesen. Diese Anlageform sei die einzige Möglichkeit für Selbstständige, um mit staatlicher Förderung Kapital für die Altersvorsorge zu bilden, so die Begründung. Allerdings ist dieses Argument mit vielen Einschränkungen versehen.</p>
<p>Bevor Sie einen Rürup-Rentensparplan abschließen, sollten Sie sich darüber im klaren sein: Sie binden sich an ein Finanzprodukt, das Ihnen im Vergleich zur staatlichen Rentenversicherung kaum mehr finanziellen Spielraum zugesteht. Bei der Kapitalanlage entspricht die Rürup-Rente der privaten Rentenversicherung. Es gibt zwei Produktvarianten:</p>
<ul>
<li>Klassische Rentenversicherung: Während der Ansparphase wird das Kapital nach Abzug der Verwaltungskosten von der Versicherungsgesellschaft vorrangig in sichere Anlagen wie Anleihen und Immobilien investiert, ein kleiner Teil kann auch in Aktien und Fonds fließen. Der Anleger erhält einen jährlichen Garantiezins.</li>
<li>Fondsgebundene Sparpläne: Hier gibt es keinen Garantiezins. Je nach Anbieter gibt es Fondspolicen entweder mit der Zusicherung des Kapitalerhalts oder als reine Fondsanlage, bei der die Anleger das volle Kapitalmarktrisiko tragen.</li>
</ul>
<p><strong>Auszahlung des Kapitals ist nicht möglich</strong></p>
<p>Am Ende der Ansparphase kann jedoch das Rürup-Guthaben nicht wie bei einer herkömmlichen Privatrentenversicherung auf einen Schlag oder auch nur teilweise ausgezahlt werden. Die Auszahlung ist <b>nur in Form einer lebenslangen Leibrente</b> möglich, mit dem Tod des Versicherten ist das gesamte eingezahlte Guthaben verloren.</p>
<p>Gegen Aufpreis ist die Absicherung von Hinterbliebenen durch die Weiterzahlung der Rente &#8211; meist zu 60 Prozent &#8211; nach dem Tod des Versicherten an den Ehepartner und die Absicherung gegen Berufsunfähigkeit möglich.</p>
<p>Allerdings haben beide Extras ihre Tücken. So wird zunächst einmal die Rendite und damit die künftige Rentenzahlung durch die zusätzliche Absicherung deutlich reduziert. Bei der Integrierung einer Berufsunfähigkeitsversicherung lauert eine wenig bekannte Steuerfalle: Tritt die Berufsunfähigkeit tatsächlich ein, muss der Betroffene im Vergleich zur herkömmlichen privaten Berufsunfähigkeitsversicherung mit einer deutlich höheren Steuerbelastung rechnen. Weil die Beiträge zu einem Rürup-Sparplan steuerlich gefördert werden, sind alle Auszahlungen genauso wie die gesetzliche Rente zu versteuern &#8211; das gilt auch für eine Berufsunfähigkeitsrente.</p>
<p>Mit den steuerlichen Berechnungen zur Rürup-Rente werden Sie wenig Freude haben. Ob sich diese Vorsorgeform in steuerlicher Hinsicht gelohnt hat, lässt sich nämlich erst beim Ableben des Versicherten konkret ermitteln. Denn: Die während der Ansparphase gewährten Steuervorteile werden durch die steuerliche Belastung in der Auszahlungsphase schrittweise wieder aufgezehrt.</p>
<p><strong>Komplizierte Berechnung von steuerlichen Vor- und Nachteilen</strong></p>
<p>Beim Ansparen gelten die gleichen Steuerregeln wie bei den Beiträgen für die gesetzliche Rentenversicherung. Zunächst einmal steht Ledigen ein Höchstbetrag für die Altersvorsorge von 20.000 Euro pro Jahr zur Verfügung, bei Verheirateten sind es 40.000 Euro. Bis zu dieser Obergrenze können Sie nach dem Alterseinkünftegesetz Einzahlungen in Versorgungswerke, gesetzliche Rentenversicherung und Rürup-Sparpläne von der Steuer absetzen &#8211; allerdings nur zu einem bestimmten Prozentbetrag. Dieser liegt für das Jahr 2008 bei 66 Prozent. Das heißt konkret: Sie können als Verheirateter Einzahlungen bis zu 40.000 Euro zu 66 Prozent geltend machen, die tatsächliche Grenze liegt somit in diesem Jahr bei 26.400 Euro. Der Prozentsatz wird jedes Jahr um zwei Prozentpunkte erhöht, so dass erst ab dem Jahr 2025 die Beiträge in voller Höhe abgesetzt werden können.</p>
<p>Dafür werden jedoch die Auszahlungen im Rentenalter genauso behandelt wie die Altersrente aus dem Versorgungswerk oder aus der gesetzlichen Rentenversicherung. Je nachdem, in welchem Jahr Sie in den beruflichen Ruhestand treten und die Auszahlungen beginnen lassen, müssen Sie für den Rest Ihres Lebens einen bestimmten Prozentsatz der Renteneinkünfte versteuern. Bei Renteneintritt im Jahr 2010 sind Renteneinkünfte zu 60 Prozent steuerpflichtig, bei Rentenbegibnn im Jahr 2020 liegt der Satz bei 80 Prozent, und die Neurentner ab dem Jahr 2040 müssen ihre Rente in voller Höhe versteuern.</p>
<p>Damit sind <b>Selbstständige ab 45 Jahren</b> im Vorteil, weil sie beim Renteneintritt noch einen recht üppigen Steuerabschlag auf die Rentenzahlung genießen können &#8211; und das erhöht nach Berechnungen der Stiftung Warentest die Gesamtrendite mehr als die steuerliche Förderung während der Ansparzeit.</p>
<p><b>Tipp:</b> Gehen Sie bei der Auswahl des Anbieters sorgfältig vor, denn Sie binden sich  langfristig an einen Finanzdienstleister. Teure oder renditeschwache Rürup-Rentensparpläne können daher im Lauf der Zeit viel Geld kosten. Achten Sie auf die folgenden Kriterien:</p>
<ul>
<li><b>Gebühren.</b> Neben den vom Anbieter ausgewiesenen Gebühren sind auch die internen Nebenkosten wichtig. Wie sich diese auswirken, sehen Sie am besten bei einem Vergleich der garantierten Rentenzahlung. Voraussetzung ist, dass allen Angeboten dieselbe Sparrate und Spardauer zugrunde liegen.</li>
<li><b>Flexible Einzahlungen.</b> Weil Ihr Einkommen jedes Jahr unterschiedlich ausfällt, sollten Sie Anbieter bevorzugen, die Ihnen bei der Höhe der einzelnen Beiträge möglichst viel Freiraum bieten.</li>
<li><b>Anbieterwechsel.</b> Achten Sie auf die Gebühren für die Übertragung des Guthabens zu einem anderen Anbieter, falls längerfristig Ihre Renditeerwartungen enttäuscht werden. Eine Alternative kann in diesem Fall auch die Beitragsfreistellung sein, dann ruht der Vertrag bis zum Rentenbeginn.</li>
<li><b>Extras.</b> Der Vertrag sollte außer der garantieren Weiterzahlung der Rente an hinterbliebene Ehepartner möglichst wenig Sonderleistungen enthalten. Die Absicherung der Familie während der aktiven Berufszeit sollte lieber mit einer Berufsunfähigkeits- und Risikolebensversicherung erfolgen.</li>
</ul>
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