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	<title>Finanzen-fuer-Freie.de &#187; Rechtsform</title>
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	<description>Der kostenlose Finanzratgeber für Freelancer und Selbstständige</description>
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		<title>Was bringt die neue Mini-GmbH?</title>
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		<pubDate>Wed, 22 Oct 2008 16:11:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[News Steuern und Recht]]></category>
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		<description><![CDATA[Die Frage nach der passenden Rechtsform stellt sich sowohl für Existenzgründer wie auch für etablierte Unternehmer. Für diejenigen, die freiberuflich oder als 1-Mann/Frau-Unternehmen unterwegs sind, gibt es ab dem 1. November mit der „Unternehmergesellschaft (UG)“ &#8211; im Volksmund schon bekannt als Mini-GmbH – eine neue Variante. Die spannende Frage ist: Was wird sie taugen?
Erst mal [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Frage nach der passenden Rechtsform stellt sich sowohl für Existenzgründer wie auch für etablierte Unternehmer. Für diejenigen, die freiberuflich oder als 1-Mann/Frau-Unternehmen unterwegs sind, gibt es ab dem 1. November mit der „Unternehmergesellschaft (UG)“ &#8211; im Volksmund schon bekannt als Mini-GmbH – eine neue Variante. Die spannende Frage ist: Was wird sie taugen?</p>
<p>Erst mal die Eckpunkte des neuen Gebildes:</p>
<ul>
<li>Das Startkapital beträgt nicht mindstens 25.000 Euro wie bei der normalen GmbH, sondern kann ab einem Euro frei festgelegt werden.</li>
<li>Ein Gründungsset in Form von Muster-Gesellschaftsvertrag und weiterer Formulare hilft dabei, die Firma mit minimalen Zeitaufwand und Gebühren von insgesamt 120 bis 130 Euro zu gründen. Zum Vergleich: Die GmbH-Gründung frisst locker ein paar Tausender.</li>
<li> Jedes Jahr muss ein Viertel des Gewinns zurückgestellt werden, bis ein Stammkapital von 25.000 Euro erreicht ist. Dann kann die Umfirmierung in eine reguläre GmbH erfolgen.</li>
</ul>
<p>Ist das jetzt der große Knaller für Freie und Einzelunternehmer? Ich finde, man sollte die neue Mini-GmbH trotz der durchaus vorhandenen Vorteile nicht überbewerten.</p>
<p><strong>Lieber UG als Ltd.</strong></p>
<p>Als Vorteil sehe ich, dass es damit eine vernünftige Alternative zur britischen Limited gibt. Ich habe immer ein mulmiges Gefühl, wenn ich mit einem Unternehmen zusammenarbeiten soll, das die berüchtigte Ltd.-Endung im Firmennamen führt und in einem Postfach in Birmingham residiert. Ebenfalls vorteilhaft ist, dass die Kosten für die Gründung viel niedriger sind als bei der GmbH. Man kann das Geld dann investieren anstatt den Notar und das Gericht zu alimentieren. Und wer sein Kleinunternehmen auch mit 10.000 Euro Eigenkapital solide finanzieren kann, hat nun eine Möglichkeit der Haftungsbeschränkung.</p>
<p>Aber gerade die Haftungsbeschränkung wird oftmals überschätzt. Natürlich ist es gut, wenn bei einer großen Kundenpleite oder einem nicht abgesicherten Haftungsfall nur die Firma über den Jordan geht und nicht auch noch Haus und Hof wegversteigert wird. Aber es sollte sich niemand die Illusion machen, dass man per Haftungsbeschränkung auch aus dem Finanzierungsrisiko rauskommt: Eine Bank will Sicherheiten sehen, und ohne persönliche Bürgschaft kann man aus den meisten Kreditanträgen höchstens noch Papierflieger machen.</p>
<p>Ein weiterer Nachteil für Kreative: Die Gründung einer Unternehmergesellschaft dürfte, weil sie eine juristische Person ist, wahrscheinlich zum Rauswurf aus der Künstlersozialkasse führen. Also Vorsicht, liebe Kolleginnen und Kollegen aus der schreibenden, gestaltenden oder musizierenden Zunft.</p>
<p>Sinnvoll könnte die UG für Kleinunternehmer sein, die aufgrund ihrer Tätigkeit – z.B. als Bauingenieure – ein relativ hohes Regressrisiko eingehen, wobei hier vieles über eine vernünftige Berufshaftpflichtversicherung abgedeckt werden kann. Zwiespältig ist die Begründung der Sinnhaftigkeit für Unternehmen, die als Großhändler oder ähnliches mit größeren Summen in finanzielle Vorleistung treten müssen und sich per Haftungsbeschränkung gegen eine Insolvenz von Großkunden absichern. Ich frage mich: Wird ein Einzelunternehmer, der in eine UG umfirmiert, noch denselben Lieferantenkredit erhalten? Ich vermute, eher nicht – und dann muss er über seine Bank vorfinanzieren, persönlich bürgen und hätte gleich Einzelunternehmer bleiben können.</p>
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