Freelancer-Geschäftsindex: Umsatz gut, Auftragslage schlecht
Seit zwei Wochen ist die Umfrage zum Freelancer-Geschäftsindex online – Zeit also für ein erstes Zwischenfazit. Auch wenn die Erhebung nicht repräsentativ ist, zeichnen die Antworten der rund 120 Teilnehmer doch ein aussagefähiges Bild. Hier eine kurze Zusammenfassung und Bewertung:
Umsatz. In den vergangenen zwölf Monaten konnten immerhin noch 40 Prozent eine Umsatzsteigerung verbuchen, bei 26 Prozent waren die Umsätze rückläufig. Damit überwiegt in diesem Bereich noch das Positive.
Auftragsbestand. Während die Umsatzentwicklung den kurzfristigen Rückblick verkörpert, zeigt die Auftragslage den Blick nach vorne – und hier sieht es weitaus weniger gut aus. 41 Prozent melden einen sinkenden Auftragsbestand, bei weiteren 38 Prozent stagnieren die Aufträge. Damit ist zu erwarten, dass in den kommenden Monaten bei Freelancern und Selbstständigen die Umsatzkurver vermehrt nach unten zeigt.
Preise. Ein interessanter Indikator für das Verhältnis von Angebot und Nachfrage sind die Preise, die ein Selbstständiger bzw. Freelancer am Markt durchsetzen kann. Fast die Hälfte gibt an, dass die Preise / Honorare ungefähr gleich geblieben sind, jeweils ein Viertel musste die Preise senken oder konnte Preiserhöhungen durchsetzen. Insgesamt zeigt das unter Berücksichtigung der Inflation einen leichten Rückgang der Realpreise – und das könnte sich demnächst noch verstärken, wenn die Umsätze sinken und aus der Not heraus mehr Kampfpreis-Angebote auf den Markt kommen.
An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an alle, die mitgemacht haben. In einigen Monaten werde ich wieder eine neue Umfrage zum Freelancer-Geschäftsindex starten, und ich bin gespannt, wie sich dann die Situation darstellt.
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