Basicthinking.de bringt 46.902,00 Euro
Drei, zwei eins, Schluss: Robert Basic, einer der berühmtesten Freelancer Deutschlands, hat sein Blog basicthinking.de auf Ebay verkauft. Am Ende stand der Preis bei exak 46.902,– Euro, die Identität der Käufers wird sicherlich bald bekanntgegeben werden.
Nicht nur Blogger haben die Auktion mit Spannung verfolgt und kontrovers diskutiert – immerhin ging es letztlich auch um die Frage, wie viel Marken- und Firmenwert ein selbstständiger Einzelkämpfer aufbauen kann. Gerade bei einem Blog, das in hohem Maß von den Ideen und der Persönlichkeit des Schreibers lebt, haben Skeptiker vermutet, dass nach dem Abgang des Autors nur noch eine leere Hülle bleibt.
Aber Robert Basic hat bewiesen, dass mit einem cleveren Konzept und rührigem Marketing Markenwert unabhängig von der eigenen Person geschaffen werden kann. Offenbar sieht der Käufer reelle Chancen, dass sich sein Investment rentiert. Die Popularität ist immens und angesichts des Verkaufsrummels in den vergangenen Tagen nochmals deutlich gestiegen. Die spannende Aufgabe für den Neuen bzw. die Neue wird es nun sein, mit der eigenen Persönlichkeit starke Akzente zu setzen, ohne die Fans des Gründers zu verprellen.
Für Freelancer, die mit eigenen Onlineprojekten unterwegs sind, liefert die erfolgreiche Blog-Auktion auf jeden Fall einen Denkanstoß. Wer im Netz erfolgreich publiziert, kann nicht nur sein Ego pflegen, sondern auch echten Firmenwert schaffen. Allerdings braucht es dafür einen langen Atem, das hat basicthinking.de ebenfalls gezeigt. Einige Jahre konsequenter Denk- und Schreibarbeit sind erforderlich, bis ein Blog oder Online-Magazin eine Stammleserschaft aufgebaut hat.
Wenn nicht gleich von Beginn an die Werbeeinnahmen sprudeln, sollte der langfristige Wertzuwachs zum Weitermachen motivieren. Umgerechnet auf die dreieinhalb Jahre, die basicthinking.de zuletzt am Stück aktiv war, ist der Wert im Schnitt pro Jahr um Euro gestiegen. Unter der Annahme, dass das Blog in diesem Zeitraum 100.000 Euro an Werbeeinnahmen generiert hat, lässt sich daraus ableiten: Bei einer guten inhaltlichen Positionierung können etwa 70 Prozent des Verdienstes aus Werbeeinnahmen und 30 Prozent aus immaterieller Wertsteigerung bestehen.








Ist ein riesiger Markt, Ideen verkaufen, Werbeeinnahmen erwirtschaften. Wahnsinn , das mit einem Blog zu erreichen. Aber irgendwie machen wir alle das ja, mehr oder weniger erfolgreich. Die frage ist nur für mich, wohin führt dieser Weg? Sind wir alle Werbeträger, alle Werber und Konsumenten zugleich? Anscheinend schon, und jeder verdient vom anderen. geht das auf Dauer gut? Ich hoffe doch. Damit vielen Dank für diesen Beutrag.