Wie sich das schnelle Schreiben von Rechnungen auszahlt

Je länger Sie auf Ihr Geld warten, desto größer wird Ihr finanzielles Risiko. Daher sollten Sie zwischen dem Zeitpunkt der Ablieferung Ihrer Arbeit und dem Schreiben der Rechnung keine unnötige Zeit verstreichen lassen. Wenn noch Preise oder Konditionen zu klären sind, sollten Sie diese Aufgaben – auch wenn sie Ihnen unangenehm sein sollten – nicht vor sich herschieben, sondern am besten schon bei der Auftragserteilung lückenlos klären. Gerade bei Unklarheiten ist so mancher Kunde versucht, die Rechnung zuerst einmal liegen zu lassen. Halten Sie sich nochmals vor Augen:

  • Wenn Sie Ihre Arbeit erledigt, aber noch nicht abgerechnet haben, müssen Sie dies in wirtschaftlicher Hinsicht schon als offene Forderung bewerten. Der Grund: Mit Ihrer Arbeit, den Rohstoffen und den sonstigen Kosten sind Sie bereits in Vorleistung getreten. Dazu kommt, dass das Risiko des Zahlungsausfalls steigt, je höher der Stand Ihrer offenen Forderungen ist.
  • Wenn Sie das Abrechnen Ihrer Leistungen auf die lange Bank schieben, kostet aufgrund des Zinsausfalls jeder verlorene Tag bares Geld – weil dann schaffen Sie es möglicherweise nicht, Ihr Girokonto ins Haben zu bringen oder einen Kredit vorzeitig zurückzuzahlen.

Dazu ein Beispiel: Sie erwirtschafen einen jährlichen Umsatz von 90.000 Euro, aber weil Sie mit Ihrer Arbeit kaum nachkommen, schreiben Sie Ihre Rechnungen nur alle zwei Monate, und Ihr Girokonto ist deshalb oft in den roten Zahlen. Bei einem Dispo-Zinssatz von 13,5 Prozent und einer durchnittlichen Verzögerung bei der Rechnungserstellung von 30 Tagen entsteht Ihnen ein Zinsverlust von 1.012,50 Euro pro Jahr. Nicht eingerechnet wurde hier der zusätzliche Arbeitsaufwand, der dadurch entsteht, dass Sie mehrere Wochen alte Vorgänge nachvollziehen müssen.

Ein Kommentar

  1. [...] der WamS-Redaktion mit den Hinweisen, die Sie in ausführlicher Form auf finanzen-fuer-freie.de in diesem und jenem Ratgeber-Beitrag [...]

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