Künstlersozialkasse unter Beschuss

Wieder einmal wollen ein paar Ministerpräsidenten den sozialen Ast absägen, auf dem viele Kreative sitzen. Die Künstlersozialkasse (KSK) solle reformiert oder am besten gleich abgeschafft werden, berichtet der Berliner Tagesspiegel über einen Gesetzesentwurf. Im Kern geht es wie üblich wieder darum, den Verwertern von Kreativ-Leistungen die Abgabe an die Künstlersozialkasse zu sparen. Wirtschaftlich gesehen ist diese Denkweise unsinnig, weil die an KSK-Mitglieder bezahlten Honorare meist so niedrig sind, dass sie selbst unter Berücksichtigung der Abgabe von 4,9 Prozent in der Regel viel günstiger sind als die Kosten, die für vergleichbare Leistungen von Agenturen in Rechnung gestellt werden.

Ein Kommentar

  1. Regelmäßig erlebe ich als Journalist, dass Auftraggeber sich um die Zahlung der KSK-Beiträge drücken möchten, weil ich hauptberuflich sozialversicherungspflichtig beschäftigt bin.

    Im Bereich Sozialversicherung bei bwr-media.de steht, dass die Künstlersozialversicherung ihre läppischen 4,9% auch in meinem Fall verlangt. Ich bin froh, dass es so ist, weil die Abwärtsspirale der Honorare freie Mitarbiter ganz schön hart trifftQ

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